Info Brennwert
So funktioniert die Brennwerttechnik
Bei jeder Verbrennung entsteht Wasserdampf, der normalerweise mit den Abgasen entweicht. Brennwertgeräte arbeiten mit großen Wärmetauschern. Dadurch kondensiert der Wasserdampf noch im Gerät. Die freiwerdende Kondensationswärme wird wieder dem Heizkreislauf zugeführt. Das dabei entstehende Kondenswasser kann bei Gas-Brennwertgeräten ohne Bedenken in das Abwassernetz eingeleitet werden.

Um den vollen Brennwertnutzen zu erreichen sind geringe Vorlauftemperaturen für das Heiznetz erforderlich. Daher eignen sich Fußbodenheizungen besonders für die Brennwerttechnik.
Nutzungsgrad
Im Gegensatz zu Niedertemperaturgeräten nutzen Brennwertgeräte den größten Teil der Abgaswärme zum heizen. Daraus resultiert ein Normnutzungsgrad von bis zu 109%.
Alle Guten Dinge sind Einfach
Speziell auf die Heizungen abgestimmte raumtemperatur- und witterungsgeführte Heizungsreglerprogramm runden die Palette der Wärmetechnik ab.
- Raumtemperaturregler. Wird ein Raum als Referenzraum herangezogen (z.B. Wohnzimmer), in dem der Raumtemperaturregler installiert wird, hält dieser Regler die Raumtemperatur auf dem von Ihnen gewählten Wert, während in den übrigen Räumen die Temperatur über Thermostatventile auch anders eingestellt werden kann.
- Witterungsgeführte Regelung. Heizungsanlagen für Ein- oder Mehrfamilienhäuser werden bevorzugt mit einem witterungsgeführten Regler ausgestattet. In Verbindung mit einem Außenfühler wird entsprechend der Außentemperatur die Vorlauftemperatur des Heizgerätes verändert: Wird’s draußen kälter, steigt die Vorlauftemperatur - und umgekehrt.
Warum erneuern?
Moderne Niedertemperatur- und Brennwertkessel zeigen im Gegensatz zu alten Heizkesseln einen völlig anderen Nutzungsgradverlauf. Sie werden mit gleitend abgesenkter Kesselwassertemperatur betrieben, die jeweils dem aktuellen Bedarf des Gebäudes angepasst wird. Der Entwicklung des Niedertemperatur-Heizkessels lag die Erkenntnis zugrunde, dass Heizungsanlagen überwiegend im Teillastbereich, also mit Auslastungen von deutlich weniger als 50%, betrieben werden.
Die hohen Nutzungsgrade moderner Niedertemperatur-Heizkessel von bis zu 95% werden dadurch erreicht, dass die Oberflächenverluste auf jährlich 1 bis 3% reduziert werden können. Damit betragen sie nur noch etwa 1/10 der Oberflächenverluste alter Heizkessel mit konstanter Kesselwassertemperatur. Entscheidend für die geringen Verluste ist das gleitend abgesenkte Temperaturniveau des Heizkessels, zusätzlich wirkt sich noch die hochwirksame Verbund-Wärmedämmung moderner Heizkessel positiv aus.
Unter dem Stichwort „Modernisierung“ spielt die wirtschaftliche Bewertung der Alt- bzw. Neuanlage eine wesentliche Rolle. „Wirtschaftlich“ heizen heißt, mit einem Minimum an Primärenergie einen maximalen Heizwärmegewinn zu erzielen.
Die wesentlichen Verluste bei der Primärenergieumsetzung im Heizkessel entstehen durch:
- im Abgas mitgeführte Verlustwärme
- Oberflächenverluste des Heizkessels während des Brennerbetriebes und bei Stillstand.
Die Einstufungsmessung, die durch den Schornsteinfeger bereits an allen Heizkesseln durchgeführt wurde, kann nur bedingt zur Bewertung der Wirtschaftlichkeit herangezogen werden. Die Messung erfasst lediglich die Abgasverluste. Oberflächenverluste werden nicht berücksichtigt.
Eine Altanlage weist in der Regel einige der folgenden Merkmale auf:
- Der Heizkessel wird mit konstanter Kesselwassertemperatur von mehr als 70°C betrieben.
- Der Heizkessel ist deutlich zu groß dimensioniert.
- Heizkessel, Warmwasserspeicher und Armaturen weisen nur eine geringe Wärmedämmung auf, so dass der Aufstellungsraum durch Strahlungsverluste aufgeheizt wird.
- Neben hohen Strahlungsverlusten weist der Heizkessel auch hohe Abgasverluste auf. Die Abgastemperatur liegt häufig über 200°C.
- Die Anlage weist nur eine einfache Steuerung auf, ein witterungsgeführter Betrieb mit programmierbaren Absenkphasen und zeitweiser Abschaltung der Pumpen (Stromeinsparung) ist nicht vorgesehen.
- Heizkessel mit diesen Merkmalen erreichen durchschnittliche Nutzungsgrade zwischen 60 und 70%. Dies liegt neben den hohen Abgasverlusten vor allem an den hohen Bereitschaftsverlusten, die durch die Wärmeabstrahlung über die Kesseloberfläche entstehen.
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